DEINE KOHLENHYDRATE


Welche Funktionen haben Kohlenhydrate im Körper?
Energiequelle

Gehirn und rote Blutkörperchen (Erythrozyten) decken ihren Energiebedarf ausschließlich aus Glucose (Zucker),
andere Organe können auch Fettsäuren als Energiequelle nutzen.
In 1 Gramm mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrat stecken 4 Kilokalorien (17 Kilojoule) Energie.
Stützfunktion

Komplexe Kohlenhydrate sind Bestandteile von Knochen, Sehnen und Bindegewebe.
Energiereserve

Kohlenhydrate werden als Glykogen in der Leber (100 – 110 g) und in der Muskulatur (250 g) gespeichert.
Daraus kann bei Bedarf sehr schnell Energie bereitgestellt werden.
Spezifische Funktionen

Kohlenhydrate sind Bestandteile von Blutgruppensubstanzen und gerinnungshemmenden Stoffen.
Wasser- und Elektrolythaushalt

Kohlenhydrate sind notwendig zur Aufrechterhaltung des Wasser- und Elektrolythaushalts.
Proteinsparende Funktion

Jeder Nährstoff hat bestimmte Funktionen zu erfüllen, beschränkt können sie aber auch gegeneinander ausgetauscht werden.
Bei Kohlenhydratmangel (von Bedeutung hauptsächlich dort,
wo es Nahrungsmangel gibt) müssen Proteine bestimmte Aufgaben der Kohlenhydrate übernehmen und können daher nicht für ihre eigentlichen Funktionen im Stoffwechsel genutzt werden.
Welche Arten von Kohlenhydraten gibt es?

Kohlenhydrate setzen sich aus einer unterschiedlichen Anzahl von Zuckern (Sacchariden) zusammen.
Die Anzahl der Zuckermoleküle und ihre Bindung zueinander spielen für die Ernährung eine wichtige Rolle.

Man unterscheidet drei Arten von Kohlenhydraten:
Einfachzucker (Monosaccharide)
Zweifachzucker (Disaccharide)
Vielfachzucker (Komplexe Kohlenhydrate oder Polysaccharide).
Polysaccharide teilen sich in verwertbare oder verdauliche und in nicht verwertbare oder unverdauliche.

Monosaccharide
Glucose (Traubenzucker in Obst, Süßigkeiten)
Fructose (Fruchtzucker in Obst)
Galactose (Bestandteil des Milchzuckers)

Disaccharide
Saccharose (= Glucose + Fructose, Rübenzucker oder Haushaltszucker in Süßigkeiten, Getränken und dort, wo wir ihn zufügen)
Lactose (= Glucose + Galactose, Milchzucker in Milch, Süßigkeiten)
Maltose (= Glucose + Glucose, Malzzucker in Bier, Süßigkeiten)

Polysaccharide
Stärke, das wichtigste Nahrungskohlenhydrat (in Getreide, Kartoffeln, Gemüse und Hülsenfrüchten)
Glykogen im Muskelfleisch
Ballaststoffe, Cellulose oder Pektin (in Vollkorngetreide, Gemüse, Hülsenfrüchten und Obst)

Alle Kohlenhydrate werden als Monosaccharide vom Darm ins Blut aufgenommen.
Von dort gelangen sie in die Körperzellen.
Monosaccharide werden schnell ins Blut aufgenommen.
Disaccharide müssen zuerst in Monosaccharide gespalten werden,
dadurch erfolgt ihre Aufnahme ins Blut langsamer.

Polysaccharide werden in mehreren Schritten zu Monosacchariden abgebaut und gelangen dadurch langsam und kontinuierlich ins Blut.

Daraus resultieren die verschiedenen Wirkungen der Kohlenhydrate unserer Nahrung auf diverse Stoffwechselprozesse
(z. B. der längere Sättigungswert von Lebensmitteln,
die Stärke und Ballaststoffe enthalten,
die rasche Energielieferung durch Traubenzucker etc.).
Was sind Ballaststoffe?

Ballaststoffe (Faserstoffe oder Rohstoffe) sind ausschließlich Bestandteile von pflanzlichen Lebensmitteln (Cellulose, Pektin u. a.).
Sie werden vom Körper nicht zur Energiegewinnung verwertet,
da sie durch unsere Verdauungsenzyme nicht abgebaut werden können.

Ihre Funktion liegt in erster Linie in der Beeinflussung der Verdauung.

Ballaststoffreiche Mahlzeiten bewirken einen längeren Sättigungswert.

Ernährt euch ballaststoffreich und Ihr ernährt euch vital!

by Richie Pju

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